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Ilvesheim bekommt Stolpersteine

nach dem furchtbaren antisemitischen Anschlag von Halle haben wir Grünen einen neuen Anlauf genommen, um in Ilvesheim Stolpersteine zu verlegen.

In ganz Europa zeigen diese Passant*innen, wo jüdische Menschen in unmittelbarer Nähe lebten. Dieser lokale Aspekt ist viel eindringlicher, als überregionale Darstellungen. Die kleinen Steine geben Menschen ihren Namen zurück und dienen als Mahnmal. Gerade Jugendliche sind sehr zugänglich für diese Form von Gedenkkultur und wollen mehr über die Menschen und ihr Leben erfahren.

Im laufe der Diskussion im Gemeinderat ist es dann gelungen unseren Antrag auch auf andere Opfer der Nationalsozialisten auszuweiten, für die nun auch Steine verlegt werden sollen. Auch im Rahmen der Jugendbeteiligung soll nun über Gedenkkultur und möglicherweise Projekte im Zusammenhang mit den Stolpersteinen gesprochen werden.

Schließlich wurde mehrheitlich die Verlegung von Stolpersteinen beschlossen. Die Ablehnung der Freien Wähler konnten wir nicht so recht nachvollziehen. Das es bereits eine zentrale Gedenkstätte in Ilvesheim für die nach Gurs deportierten Juden gibt spricht schließlich nicht gegen andere Formen des Gedenkens. Die Christdemokraten wollten vor einer Entscheidung Kinder und Jugendliche einbinden, die sie als Hauptzielgruppe eines neuen Denkmals sehen. Sie machten auch den Vorschlag das Gedenken breiter zu fassen und auf andere Opfer auszuweiten. Für die Unterstützung im Gemeinderat bedanken wir uns bei den Ratskolleg*innnen der SPD und beim Bürgermeister.

Wir freuen uns sehr, dass Ilvesheim sich nun in die große Zahl der Gemeinden einreihen wird, die mit Stolpersteinen eine Gedenkkultur pflegt, die überall erkannt und verstanden wird.

 

/Michael Haug

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