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Zukunft der Ilvesheimer Friedhöfe

In einer Bürgerversammlung wurde vor kurzem über die Zukunft der Ilvesheimer Friedhöfe informiert. Die Friedhofskultur ist im Wandel. Beerdigungen im Friedwald, Urnengräber (heute in Ilvesheim bereits über 60%), anonyme Gräberfelder und Seebestattungen nehmen zu. Die Gemeinde Ilvesheim hat deshalb zu viele Friedhofsflächen, immer mehr unschöne Lücken entstehen in den Gräberreihen.

Schon vor Jahren wurde über die Reduzierung von Flächen diskutiert. Leider wurde dann aber 2011 gegen die Stimmen der Grünen der Gemeinderatsbeschluss gefasst, sowohl auf dem Friedhof Mitte als auch auf dem Friedhof Nord weiter Beerdigungen zu genehmigen. Dabei bedeutet es erhebliche Kosten für die Gemeinde, zwei Trauerhallen zu unterhalten und zwei Friedhöfe pflegen zu müssen. Welche Anforderungen ergeben sich nun für die Gemeinde? Die Friedhöfe sollen gepflegt sein, Angehörige wollen einen Ort zum Trauern, aber dennoch möglichst wenig Last mit der Grabpflege. Bei Friedhöfen sind immer auch starke Emotionen im Spiel und es geht um die Würde des Menschen über den Tod hinaus.

Wie zukünftig mit den Friedhofsflächen umgegangen wird, soll im kommenden Jahr in einer Zukunftswerkstatt besprochen werden. Möglichkeiten gibt es viele: z.B. könnte ein Teil des Friedhofs Nord wieder entwidmet werden und damit einer anderen Nutzung zur Verfügung stehen, es könnten interkulturelle Grabfelder errichtet oder naturnahe Gemeinschaftsgrabfelder angelegt werden. Wichtig ist bei der geplanten Zukunftswerkstatt, dass sich neben Fachleuten wie Gärtner, Steinmetz und Bauhofmitarbeiter, auch viele Bürgerinnen und Bürger bei der Planung und den Diskussionen beteiligen.


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